Geheimhaltungsvereinbarungen (Non-Disclosure Agreements, kurz NDAs) gehören zu den meistgenutzten Verträgen in Unternehmen. Sie werden täglich unterschrieben – zwischen Sales und potenziellen Kunden, zwischen HR und Bewerbern, zwischen Operations und Lieferanten oder Partnern. Und obwohl NDAs häufig als „Routinevertrag“ behandelt werden, bergen sie ein überraschend hohes Risikopotenzial.
Dieser Leitfaden zeigt:
- warum 08/15-NDA-Vorlagen gefährlich sein können
- welche Punkte bei jeder NDA-Prüfung essenziell sind
- wie Legal AI Lösungen die Prüfung beschleunigen und konsistenter machen
- wann sich eine manuelle Prüfung dennoch lohnt
Warum Standard-NDAs problematisch sind
Viele Unternehmen verwenden NDAs aus früheren Projekten oder generische Vorlagen aus dem Internet. Diese Dokumente wirken unscheinbar – aber kleine Formulierungen können weitreichende Risiken erzeugen. Die häufigsten Problemfelder:
1. Veraltete oder ungenaue Klauseln
Viele NDAs stammen aus Zeiten, in denen digitale Lieferketten, Cloud-Dienstleister oder internationale Datenflüsse kaum berücksichtigt wurden. Fehlen diese Elemente, ist die Vereinbarung im Ernstfall oft nicht belastbar.
2. Unausgewogene Verpflichtungen
Einseitige NDAs können das Unternehmen unverhältnismäßig stark verpflichten – oder zu weitreichenden, kaum erfüllbaren Pflichten führen.
Typische Fallen:
- Haftung nur auf einer Seite
- überbreite Definitionen von „vertraulichen Informationen“
- unpräzise Use-Restrictions
3. Fehlende Best-Practice-Standards
Moderne NDAs enthalten klare Vorgaben zu:
- Rückgabe und Löschung von Daten
- zulässigen Subdienstleistern
- IP-Umgang
- Ausnahmen für Informationen, die bereits öffentlich sind Diese Elemente fehlen in vielen Altvorlagen vollständig.
4. Inkonsistenz zwischen Versionen
Wenn Teams NDAs regelmäßig „per Copy-Paste“ modifizieren, entstehen Inkonsistenzen. Das Ergebnis: Mehrdeutige Formulierungen, widersprüchliche Abschnitte oder Klauseln, die nicht mehr zusammenpassen.
5. Manuelle Prüfung unter Zeitdruck
Legal-Teams stehen oft unter enormem Zeitdruck.
Routine-NDAs werden dann „oberflächlich“ geprüft – was verständlich, aber riskant ist.
Praxis-Tipp:
Sie können Ihr NDA in weniger als einer Minute und kostenlos mit einer juristischen KI prüfen lassen:
Checkliste: Worauf Sie bei jedem NDA achten sollten
Eine fundierte NDA-Prüfung beginnt mit einer strukturierten Checkliste.
Folgende Punkte sollten immer kritisch geprüft werden:
1. Definitionen und Ausnahmen
- Ist klar definiert, was vertraulich ist – und was nicht?
- Sind Ausnahmen ausreichend konkret?
2. Verwendungszweck
- Dürfen Informationen nur für den vereinbarten Zweck genutzt werden?
- Gibt es unklare oder zu weit formulierte Passagen?
3. Weitergabe an Dritte
- Welche Subunternehmen sind zulässig?
- Werden angemessene Sicherheitsmaßnahmen gefordert?
4. Rückgabe oder Vernichtung
- Gibt es eine Verpflichtung zur Rückgabe oder Löschung der Informationen?
- Ist die Frist klar definiert?
5. Laufzeit und Survival-Klauseln
- Sinnvolle Dauer der Geheimhaltung?
- Überleben bestimmte Pflichten das Vertragsende?
6. Haftung und Rechtsfolgen
- Sind Haftungsrisiken angemessen verteilt?
- Enthält die NDA Sanktionen, die nicht erfüllbar oder nicht verhältnismäßig sind?
7. Rechtswahl und Gerichtsstand
- Ist die gewählte Gerichtsbarkeit für beide Seiten sinnvoll?
- Entstehen dadurch operative Risiken?
8. Struktur und Konsistenz
- Passen Klauseln logisch zusammen?
- Gibt es doppelte oder widersprüchliche Regelungen?
Eine saubere NDA-Prüfung bedeutet also weit mehr als „einmal kurz durchlesen“.
Wie KI die NDA-Prüfung unterstützt
Juristische Teams prüfen regelmäßig große Mengen an NDAs – oft unter hohem Zeitdruck und mit begrenzten Ressourcen. Genau hier bieten KI-assistierte Vertragsprüfungen entlastende Unterstützung.
Wichtig: KI ersetzt keine juristische Beratung in komplexen Fällen.
Sie eignet sich aber hervorragend für wiederkehrende, standardisierte Prüfungen.
Vorteile KI-assistierter NDA-Prüfungen
1. Geschwindigkeit
Die KI erkennt in Sekunden Abweichungen, Risiken oder fehlende Klauseln.
2. Konsistenz
Ein KI-Review ist reproduzierbar. Gleicher Vertrag → gleiche Bewertung.
Das verhindert, dass unterschiedliche Juristen unterschiedliche Entscheidungen treffen.
3. Best-Practice-Standards
KI-Lösungen wie Legartis nutzen ein Contract Playbook, das von Jurist:innen entwickelt wurde – nicht nur statistische Textprognosen (wie generative KI).
4. Transparente Empfehlungen
Die KI zeigt klar:
- warum ein Absatz riskant ist
- was fehlt
- und wie typische Best Practices aussehen
5. Unterstützende Funktionen
Ein KI-Assistent kann Zusatzfragen beantworten oder bestimmte Klauseln erklären.
Wenn Sie testen möchten, wie eine KI Ihr NDA bewertet, nutzen Sie Legartis. Kostenlos!
Legal AI vs. generative KI: Wo liegt der Unterschied?
Viele experimentieren heute mit Modellen wie ChatGPT, wenn es um Vertragsanalyse geht. Doch generative KI hat fundamentale Limitierungen:
Kurz: Generative KI kann formulieren, aber nicht prüfen.
Für verlässliche NDA-Reviews braucht es eine strukturierte, juristisch definierte Methodik.
Wenn Sie die Unterschiede direkt erleben möchten, nutzen Sie die Legartis KI.
Wie Unternehmen NDAs heute effizient prüfen
Unternehmen nutzen drei Ansätze:
A) Manuell – wenn der Fall komplex ist
Empfohlen bei:
- IP-lastigen NDAs
- NDAs mit speziellen Haftungsmodellen
- internationalen Besonderheiten
B) Hybrid – manuell + KI
Der Standardansatz: KI findet Auffälligkeiten → Legal prüft final.
C) Voll automatisiert – wenn die NDA Routine ist
Für alltägliche Sales, HR oder Procurement-NDAs. Hier reduziert KI die Bearbeitungszeit dramatisch.
NDA prüfen lassen mit KI: Empfehlung für Unternehmen
Legartis bietet zwei unkomplizierte Einstiege:
1. Free NDA Review (kostenlos)
- 2 NDA-Analysen pro Monat
- sofortige Ergebnisse
- KI-Assistent für Zusatzfragen
- keine Kreditkarte erforderlich
→ Ideal für Teams, die eine NDA-Prüfung mit KI unverbindlich testen möchten.

Fazit
NDAs wirken auf den ersten Blick simpel, sind aber juristisch und operativ hoch relevant.
Standard-Vorlagen oder Copy-Paste-Versionen lassen wichtige Best-Practice-Regelungen oft aus – und bergen dadurch vermeidbare Risiken.
Eine gute NDA-Prüfung braucht:
- eine strukturierte Checkliste
- ein Verständnis der kritischen Klauseln
- ein konsistentes Review-Framework
KI-basierte Tools helfen, diese Prüfungen schneller, reproduzierbarer und belastbarer zu machen – besonders bei großen Volumen. Unternehmen, die NDAs effizient prüfen möchten, kombinieren mit Legal-AI-Ansätzen und juristischer Expertise das Beste aus beiden Welten.
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